Tatort „Platt gemacht“ aus Köln

tatort-logoGut, was soll man denn zum gestrigen Abend sagen?

Hier ist es ja schon ganz schön zusammengefaßt mit: „Ein Film, in dem eine Leiche herumliegt, der sichtbar die Halsschlagader klopft (..)“.

So kann man es wirklich sagen!

Ich bin immer wieder baff wie schlecht Tatorte sein können..
und wie weltfremd Regisseure und Schauspieler..

Kam da denn keiner auf die Idee mal mit einem Verantwortlichen zu sprechen und zu sagen:
Das was wir hier machen ist peinliche unrealistische Grütze!!
?

Ging es denn bitte noch ein bißchen absurder?

Menschen mit schlecht sitzenden sauberen Mützen, lustich verschmiertem Kajal und völlig frisch aus der Wäsche guckend (die komplette Laienschauspieltruppe von Meppen oder sonstwo) spielen Obdachlose die alle rund um die Agneskirche rumhängen.

Ich hab mich kaputtgelacht.

Und dann immer dieses leise Gestöhne:
Überraschung: ooooohhh… das soziale Netz ist nicht mehr so engmaschig…. oooooh…. das kann alles so schnell gehen…. oooohhhh……. die armen Menschen…. oooooohh…..

Ich weiß gar nicht was am unrealistischsten daherkam:

Die Currywurstbuden-Besitzer? „Dieses Pack!!“

oder..

dass ein Kommissar das Fahrrad von einem Obdachlosen mitsamt allen Tüten klaut woraufhin es ihm auch geklaut wird (diese schlechte Welt!)

oder..

Die Jura-Frau die in einem Anfall von übelster Schauspielerei versucht dem Zuschauer nahezubringen, dass die Juristen jetzt bald (neben den Medizinern) die Geisteswissenschaftler von morgen sind und alle bei unbezahlten Praktika und Hartz4 enden werden und sie gar nicht mehr weiß wie sie ihre Rechnungen bezahlen soll und sie deshalb bald auch auf der Straße steht..

oder..

dieser Oberschlaumeier-Schauspieler dem ich im Leben keinen Menschen abgenommen habe der (aus Buße) obwohl er reich ist auf der Straße lebt, also ernsthaft unter der Brücke schläft und dabei keinen Alkohol trinkt. Ich lache mich KRINGELIG!

oder..

der schwule Schönheitschirug (zum Kennzeichen: ein lila Tüchlein um), der ein Verhältnis mit dem jungen Obdachlosen hatte und der Frau vom Kommissar ein Face-lift macht????!!

Hilfe.

Und als wäre das nicht alles genug, singen am Ende die Höhner zusammen mit ganz vielen schlechten Statisten ein Lied…….
„Und sie nennen sich Berber“ oder so ähnlich.

Und plötzlich steht auch Millowitsch da. Warum?

Ist Millowitsch ein Obdachloser? Hat er gar das Drehbuch geschrieben? Ist er mit dem Regisseur befreundet und will an diesem Meilenstein der Tatortgeschichte teilhaben???

Wir werden es nie erfahren!

Aber mal ernsthaft:

Wer war der Mörder?
Die Jura-Trulla, die die Kusine von dem angeblichen Penner/Millionär war. Sie war scharf auf sein Erbe und hat aus Versehen einen falschen Obdachlosen erwischt.

Liebe Leute, ich weiß nicht wie Ihr das seht aber ich finde dieser Tatort geht neben dem legendären ‚Gruben-Tatort‘ in die Annalen der schlechtesten Tatorte ein: der sog. ’so-unrealistisch-wie-geht-Tatort’…

Eine schöne Woche wünscht Eure Frau Blogonese!!

Und dann?

  • 11.10.2009 Tatort „Vermisst“ aus Ludwigshafen (Odenthal & Kopper)
  • 18.10.2009 Tatort „Um jeden Preis“ aus München (Batic & Leitmayr)
  • 25.10.2009 Tatort „Tempelräuber“ aus Münster (Boerne & Thiel)
  • 01.11.2009 Tatort „Schweinegeld“ aus Berlin (Ritter & Stark)
  • 08.11.2009 Polizeiruf „Endspiel“ (Obermaier & Tauber)

NACHTRAG

Nachtrag zum Tatort „Platt gemacht“ aus Köln:
-Soviel zum Thema Obdachlose rund um die Agneskirche:

tatort-platt-gemacht-agneskirche

Einen schönen Start ins Wochenende wünscht Euch
Eure Bibi!

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